1894-1903, Gruen-Assmann Pocket Watch

Die ersten Uhren, die den Namen Gruen trugen, waren Taschen-Uhren der „Grünsche Uhrenfabrikation Grün und Assmann“ aus Glashütte/Sachsen. Alle Uhren der Jahre1894 bis ca. 1903 stammten aus Glashütte bzw. wurden auf der Basis der Rohwerke aus Glashütte gefertigt. Sie sind mit Ausnahme sehr später Armbanduhren aus den 1970er Jahren, die einzigen Gruen-Uhren, deren Uhrwerk in Deutschland gefertigt wurde und haben das von Gruen und Assmann selbst entwickelte Uhrwerk ‚Fortschritt‘. Dieses gibt es in verschiedenen Modifikationen, das in den Jahren der Produktion in Glashütte immer wieder leicht optimiert wurde. Zeitgleich mit der Gruen-Assmannschen Fertigung produzierte Assmann noch seine eigenen Taschenuhren in einer gesonderten Werkstätte. Diese Uhren tragen die Bezeichnung Assmann und fallen nicht unter diese Kategorie.
Die Uhren ab ca. der Uhrwerksnummer 66000 aufwärts tragen auf der Platine des Uhrwerks die Bezeichnung Dresden mit einem stilisierten G, der den Buchstaben s umschlingt. Ob das G für Gruen oder für Glashütte steht, ist nicht bekannt. Ebenfalls ist der Grund für diesen Schriftzug nicht ganz klar. Er könnte aber darauf hindeuten, dass nach der Flutkatastrophe in Glashütte im Jahr 1897, die die Maschinen der Gruen-Assmannschen Uhrwerksproduktion zerstörte, die bereits halbfertigen Uhrwerke aus Glashütte im nahe gelegenen Dresden fertig montiert wurden. Bei den ganz späten Uhrwerken ab ca. der Uhrwerksnummer 67000 fehlt dann die Bezeichnung Dresden wieder. Diese Uhren könnten dann wieder in Glashütte produziert worden sein, bevor die ganze Produktion einige Jahre später komplett nach Madretsch in die Schweiz verlagert wurde.

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