1925-1958, Gruen Style Watch

In den 1920er Jahren begann Gruen, seine in den USA fertig montierten Uhren mit einer Modellnummer (Style-No.) zu versehen. Ursprünglich war diese Nummer, die immer in das Innere des Uhrendeckels eingeprägt wurde, wahrscheinlich dafür gedacht, dem Uhrmacher eine Referenz für die benötigten Uhrgläser zur Reparatur einer Gruen-Uhr zu geben. Daher gibt es gerade bei den sehr frühen Modellnummern viele Uhren, die sich vom Gehäuse und dem Zifferblatt stark unterscheiden und bei denen nur die Größe und Form des Uhrglases identisch ist. Mit der Zeit nahm aber dann die Modellvielfalt stark zu, so dass jede neue Variante einer Gruen-Uhr eine eigene Nummer erhielt und diese somit zur Modellnummer wurde. Zu einer Idenfikation reicht aber die Style-Nummer meist nicht aus. Daher haben sehr viele Grüen-Uhren auch noch einen Modellnamen, der aber noch nicht für alle Modelle ausreichend erforscht ist.

Da die unterschiedlichen Uhrenmodelle aber auch mit verschiedenen Uhrwerken ausgeliefert wurden, wurde recht bald neben der Modellnummer auch noch die Nummer des Uhrwerktyps auf der Innenseite des Uhrendeckels eingeprägt. Daher haben die meisten Gruen-Armbanduhren dort eine Kombination aus zwei dreistelligen Zahlen. Die erste Zahl bestimmt das Uhrwerk und die zweite Zahl die Modellnummer. Leider gibt es aber auch einige Ausnahmen, bei denen die Ziffernkombination umgedreht wurde.

Nicht alle Uhren der 1920-1950er Jahre wurden jedoch mit einer Style-Nummer versehen. Insbesondere während den Kriegszeiten in den 1940er Jahren, aber auch danach, importierte Gruen viele bereits fertig montierte Uhren aus Europa. Diese Uhren wurde entweder von Fremdherstellern zugekauft oder mit einem von Gruen in der Schweiz hergestellten Uhrwerk auch dort eingehaust und in die USA eingeführt. Diese Uhren werden im Gruen Master Book, das als Nachdruck heute wieder als Gruen Watch Catalog erhältlich ist, als Gruen Import in einer eigenen Kategorie geführt.

Die Nummerierung der Modelle begann 1925 bei der Nummer 1 und endet mit der Einstellung der Uhrenproduktion in Cincinnati im Jahr 1958 evtl. aber auch geringfügig später mit etwa der Modellnummer 1.200. Gruen Genève-Uhren führen teilweise die Nummerierung fort. Modellnummern über 1.000 wurde nur dreistellig ohne die führende 1 dargestellt, weshalb es hier theoretisch zu Verwechslungen mit frühen Uhrenmodellen aus den 1920er oder 1930er-Jahren kommen kann. In der Praxis ist das aber kein Problem, da die 30 Jahre älteren Uhren leicht von den Modellen aus den späten 1950er und frühen 1960er Jahren unterschieden werden können.

Die Gesamtzahl aller von Gruen hergestellten Uhrenmodelle geht aber weit über die 1.200 nummerierten Style-Watches hinaus. Gerade in den Anfangsjahren, als die Style-Nummer noch mit den Uhrgläsern verknüpft war, gibt es teilweise sehr unterschiedliche Uhren mit der selben Nummer. Viele der Uhrenmodelle wurden auch mit unterschiedlichen Uhrwerken ausgeliefert. Teilweise finden sich bis zu acht verschiedene Uhrwerke in Uhren mit der gleichen Style-Nummer. Außerdem finden sich oft Uhren mit verschieden gestalteten und gefärbten Zifferblättern in Gehäusen mit der selben Bezeichnung. Die Gesamtzahl aller verschiedenen von Gruen hergestellten und/oder verkauften Uhren dürfte sich daher, insbesondere wenn man auch die vor 1925 und nach 1960 gefertigten Modelle hinzuzählt, auf mehrere Tausende Modelle und Varianten erstrecken.

Viele der Style-Watches kann man aufgrund ihrer besonderen Bauweise oder ihrer Uhrwerke auch noch anderen Kategorien zuordnen wie beispielsweise „Gruen Quadron“, „Gruen Baguette“, „Gruen Cartouche“, „Gruen Curvex“ und „Gruen „Veri-Thin“.

Die frühen Uhrwerke der Gruen Style Watch sind mit Gruen Guild bezeichnet und haben meist die Kaliber: 115, 121, 125, 127, 179, 252, 315, 615, 700, 703, 704, 705, 707, 785, 807, 819 und 885.
Die späteren Uhren ab ca. 1935 haben dann u.a. die Kaliber 155, 156, 165, 167, 168, 400, 401, 410C, 411C, 421, 485, 500, 501, 501F, 510, N510R, 515SS, 525SS und 587

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