{"id":206,"date":"2014-10-19T21:06:17","date_gmt":"2014-10-19T19:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/gruen.watch\/?page_id=206"},"modified":"2016-04-11T01:42:36","modified_gmt":"2016-04-10T23:42:36","slug":"gruen-typmodelle","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gruen.watch\/?page_id=206","title":{"rendered":"Identifizierung der Modellnummer"},"content":{"rendered":"<p>Die Uhrenmarke Gruen zeichnete sich durch eine schier un\u00fcbersichtlich gro\u00dfe Zahl an Uhrenmodellen und Stilvarianten aus. Selbst Kenner und ambitionierte Sammler treffen immer wieder auf neue bisher unbekannte Varianten. Die Tatsache, dass bei der Aufl\u00f6sung der Firma in den 1950er Jahren alle Firmenarchive und schriftlichen Unterlagen zerst\u00f6rt wurden oder zumindest verloren gingen, erschwert zudem die Systematik dieser Uhrenmarke. In den letzten Jahren wurden aber durch Untersuchungen und Publikationen, u.a. durch Mike Barnett, einiges Licht ins Dunkel gebracht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_207\" aria-describedby=\"caption-attachment-207\" style=\"width: 624px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/gruen.watch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Uhrdeckel-Gruen-Veri-Thin-405SS-451.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-207 size-full\" src=\"http:\/\/gruen.watch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Uhrdeckel-Gruen-Veri-Thin-405SS-451.png\" alt=\"Uhrendeckel einer Gruen Veri-Thin, Modell 451, Laufwerk 405SS, Seriennummer G390201, Foto: Peter Schill\" width=\"624\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/gruen.watch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Uhrdeckel-Gruen-Veri-Thin-405SS-451.png 624w, https:\/\/gruen.watch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Uhrdeckel-Gruen-Veri-Thin-405SS-451-350x327.png 350w, https:\/\/gruen.watch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Uhrdeckel-Gruen-Veri-Thin-405SS-451-150x140.png 150w, https:\/\/gruen.watch\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Uhrdeckel-Gruen-Veri-Thin-405SS-451-300x280.png 300w\" sizes=\"(max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-207\" class=\"wp-caption-text\">Uhrendeckel einer Gruen Veri-Thin,<br \/> Modell 451, Laufwerk 405SS, Seriennummer G390201, Foto: Peter Schill<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zur Bestimmung der Modellnummer (engl. style number) \u00a0und damit auch zur Datierung einer Gruen-Uhr gibt es verschiedene Methoden. Die sicherste ist es, die Uhr zu \u00f6ffnen oder durch einen Uhrmacher \u00f6ffnen zu lassen. Auf der Innenseite des Uhrdeckels finden sich bei den meisten Modellvarianten\u00a0bis in die sp\u00e4ten 1950er Jahre verschiedene Angaben eingepr\u00e4gt, die zur Bestimmung hilfreich sind.<\/p>\n<p>Zum einen findet sich hier eine mehrstellige Nummer, der manchmal ein Buchstabe vorangestellt ist. Hierbei handelt es sich um die\u00a0<b>Seriennummer des Uhrgeh\u00e4uses<\/b>. Diese wurde vom Hersteller des Geh\u00e4uses vergeben und darf nicht mit der von Gruen vergebenen Seriennnummer des Uhrwerks verwechselt werden. Die Firma Wadsworth, die der Hauptlieferant f\u00fcr Uhrengeh\u00e4use von Gruen war, benutzte eine fortlaufende Nummerierung, die erst vor kurzem aufgekl\u00e4rt wurde, und die eine ann\u00e4hernde Alterbestimmung der Uhr erm\u00f6glicht. Vor ca, 1925 war die Geh\u00e4usenummer von Wadworth 6-stellig. Ab dem Jahr 1925 \u00a0wurde der 6-stelligen Nummer f\u00fcr vergoldete Geh\u00e4use von Gruen ein 5 vorangestellt, wobei 50 in etwa dem Jahr 1925, 51 dem Jahr 1926 bis 54 dem Jahr 1930 entspricht. Ab ca. 1940 \u00e4nderte sich die Bezeichnung: Der 6-stellige Ziffer wurde ein G vorangestellt, wobei G0 dem Jahr 1940 entspricht bis G9 dem Jahr 1949, ab 1950 \u00e4nderte sich der Buchstabe zu L, wobei L0 wieder mit dem Jahr 1950 korrespondiert bis L4 1954. Da 1953 die\u00a0Wadsworth Watch Case Co von einem Mitbewerber von Gruen, der\u00a0Elgin National Watch Co., gekauft wurde, endete um diesen Zeitpunkt herum die langj\u00e4hrige Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Neben der Seriennummer findet sich im Uhrendeckel eine weitere bis zu dreistellige Zahl, die <b>Uhrwerksbezeichnung<\/b>. Diese kann durch Buchstaben oder Buchstabenkombinationen erg\u00e4nzt werden, die Varianten des Uhrwerks bezeichnen.<\/p>\n<p>Der Uhrwerksbezeichnung folgt meist eine weitere dreistellige Zahl, die\u00a0<strong>Modellnummer\u00a0<\/strong>(engl. &#8222;style number&#8220;). Die Modellnummer\u00a0ist eine fortlaufende Zahl, die von Gruen f\u00fcr ab ca. Mitte der 1930erJahre vergeben wurde und bis zur Liquidation des Ursprungsunternehmens im Jahr 1985\u00a0verwendet wurde. Pro Jahr wurden im Durchschnitt mehr als 50 verschiedene Uhrenmodelle\u00a0auf den Markt gebracht, so dass die h\u00f6chste bekannte Modellnummer die Nummer 1231 ist. Ab der Modellnummer\u00a01000 wurde im Deckel die f\u00fchrende 1 weggelassen, so dass die Modellbezeichnung ab ca. 1956 wieder mit 0 anf\u00e4ngt. Die Modellnummern\u00a01 bis 231 wurden somit doppelt vergeben, was aber in der Praxis kein Problem darstellt, da die Uhren der 1950er Jahre auch von Laien leicht von den fr\u00fchen Gruen-Modellen unterschieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zu jeder Modellnummer, die sich auf das Geh\u00e4use und das Uhrglas der Uhr bezieht, geh\u00f6rt normalerweise ein bestimmtes Uhrwerk. Es sind aber rund 225 Gruen-Uhrenmodelle\u00a0bekannt, die mit mindestens zwei verschiedenen Uhrwerke, in Einzelf\u00e4llen und bei sehr erfolgreichen Modellen (beispielsweise Modellnummer\u00a0466) sogar mit bis zu sieben verschiedenen Uhrwerken ausgeliefert wurden. Dar\u00fcber hinaus wurden viele Uhrenmodelle\u00a0mit in Farbe und Gestaltung unterschiedlichen Zifferbl\u00e4ttern ausgeliefert. Zieht man alle diese Varianten in Betracht, kann man leicht von mehreren Tausend verschiedenen Uhrenmodellen\u00a0und Modellvarianten ausgehen, wodurch Gruen in seiner Zeit sicherlich eine der kreativsten Uhrenmarken war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Uhrenmarke Gruen zeichnete sich durch eine schier un\u00fcbersichtlich gro\u00dfe Zahl an Uhrenmodellen und Stilvarianten aus. Selbst Kenner und ambitionierte Sammler treffen immer wieder auf neue bisher unbekannte Varianten. 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