Gruen Modellreihen

Gruen und die Nachfolgerfirmen fertigten in nahezu 150 Jahren die unterschiedlichsten Uhren an, angefangen von hochwertigen Taschenuhren amerikanischer, deutscher und später Schweizer Herkunft bis hin zu modernen Armband-Quarzuhren aus japanischer oder chinesischer Massenproduktion. Um eine Übersicht über tausende von Modellen und Modellvarianten zu erhalten, kann man die Uhren anhand ihrer Uhrwerke in verschiedene Modellreihen einordnen. Dabei ist eine Einordnung und Abgrenzung nicht immer eindeutig,durchzuführen.

In der Uhrengalerie sind alle Modellreihen mit Abbildungen von zugehörigen Uhren aufgeführt: Zu jeder Modellreihe steht ein einleitender Text, der zumeist die Uhrwerke dieser Modellreihe aufzählt und erläuternde Bemerkungen zur Identifizierung und Klassifizierung gibt.

Dennoch seien an dieser Stelle einige besondere Uhrenmodelle und Modellreihen noch einmal gesondert erwähnt, da sie für die Marke Gruen stilprägend waren.

Gruen Techni-Quadron

Die Gruen Techni-Quadron ist wohl die interessanteste und eine der teuersten Uhren von Gruen, da sie die enge Zusammenarbeit von Gruen und Rolex  am besten widerspiegelt. Bevor Gruen 1921 mit der „Precision Factory“ eine eigene Uhrwerksfertigung in der Schweiz eröffnete, bezog man die Uhrwerke überwiegend von Fremdherstellern. Eine enge Kooperation bestand zur Firma Aegler in Biel/Schweiz, die nicht nur Uhrwerke für Gruen sondern auch für Rolex herstellten, die zu dieser Zeit keine eigene Produktion besaßen. Beide Firmen besaßen auch Anteile an Aegler, weshalb die Firma den Namen „Aegler, Société Anonyme, Fabrique des Montres Rolex & Gruen Guild“ trug.

Nach 1921 wurden jedoch mehr und mehr Uhrwerke in der neuen Precision Factory gefertigt, die auf der anderen Straßenseite der Fabrik von Aegler gebaut woren war. Dennoch blieb Aegler ein Lieferant von Gruen, der nach wie vor hochwertige Uhrwerke fertigte und dabei auf die Expertise sowohl der Firma Rolex als auch der Firma Gruen zugreifen konnte.

2013-10-18, Precision Factory, Biel, Switzerland

Ehemalige „Precision Factory“ von Gruen in Biel Schweiz, heute im Besitz von Rolex. Foto: Peter Schill, 18.10.2013

Die Gründer von Rolex, Hans Wilsdorf, und Gruen, Dietrich Gruen, stammten beide aus Deutschland und beide Familien verband nicht nur eine geschäftliche sondern auch eine freundschaftliche Verbindung.

Von Vorteil war sicherlich, dass die Gruen-Uhren ausschließlich in Nordamerika und die Rolex-Uhren im Rest der Welt vertrieben wurden. Erst als sich Gruen im Jahr 1929 in Europa mit Alpina zur Alpina-Gruen Gilde SA zusammenschloss, um das Vertriebsnetz von Alpina in Europa zu nutzen, kühlte die Beziehung zwischen beiden Firmen ab, da man nun in direktem Wettbewerb stand. Da Gruen die Produktionsstätte von Aegler nicht mehr benötigte, andererseits Rolex aber die Bande zu Aegler immer enger knüpfte, verkaufte Gruen im Jahr 1934 seine Anteile an dem Uhrwerkshersteller, der später ganz in Rolex aufging. Auch die Precision Factory von Gruen wurde viele Jahre später an Rolex verkauft. Jeder Besucher von Biel in der Schweiz kann bis heute dieses Gebäude unschwer erkennen, da es immer noch mit einem riesigen Rolex-Schriftzug auf dem Dach hoch über der Stadt thront.

Gruen, 877, 'Techni-Quadron' (7)

Gruen Techni-Quadron mit Jump Hour und separatem Minuten- und Sekundenzifferblatt. Photograph: Courtesy of webdeals4less

Sicherlich die bekannteste und zu seiner Zeit auch beste Uhr aus dem Hause Aegler war die sogenannte „Doctor’s Watch“, die im Jahr 1928 auf den Markt kam. Sie besaß ein längliches Formuhrwerk und hatte im Gegensatz zu anderen Uhren ein separates Zifferblatt für die Sekundenanzeige. Diese zweite Zifferblatt (engl. „duo dial“) war genauso groß, wie das Stunden- bzw. Minutenzifferblatt. Somit ließen sich die Sekunden deutlich besser  ablesen als bei herkömmlichen Uhren. Aus diesem Grund wurden diese Uhren auch vornehmlich an Ärzte verkauft, die die Uhren zum Pulsmessen verwendeten, woher sich der Name ableitete.

Die Doctor’s Watch hatte ein rechteckiges Uhrwerk bei dem die Unruh und das Federhaus an entgegengesetzten Seiten untergebracht waren. Dadurch konnten sowohl die Unruh als auch die Uhrfeder größer gebaut werden, was die Ganggenauigkeit und die Gangreserve erhöhte und die Doctor’s Watch zur genauesten Armbanduhr ihrer Zeit machte.[1]

2015-11-30, Aegler movements Rolex Prince and Gruen Techni-Quadron

Uhrwerke der Rolex Prince (links) und der Gruen Techni-Quadron (rechts), aus der Produktion von Aegler in Biel/Schweiz. Quelle: Internet photo used under fair-use for educational and non commercial purposes

Die Doctor’s Watch wurde nahezu baugleich von Gruen unter dem Namen „Techni-Quadron“ und von Rolex unter dem Namen „Rolex Prince“ vermarktet. Später folgte noch eine Version von Alpina, die unter den Namen „Alpina Tecno“ bzw. „Alpina-Gruen Tecno“ verkauft wurde. Allen gemeinsam war das Uhrwerk, das bei Gruen die Bezeichnung 877 trug. Es war die erste Uhr mit Chronometer-Zertifikat, das in großer Stückzahl hergestellt wurde.[2] Gruen stellte die Produktion mit seinem Verkauf der Firmenanteile an Aegler im Jahr 1934 ein, Rolex produzierte die Uhr aber in verschiedenen Modifikationen noch bis Ende der 1940er Jahre weiter.  Später wurde die Uhr in die Cellini-Familie von Rolex eingereiht, weshalb die Uhr heute auch mitunter als Rolex Cellini Prince bezeichnet wird.

_____________________________

[1] Phua, Francis: Vintage Watch Experience, Gruen Jump Hour, http://vintage-watch.blogspot.de/2013/06/gruen-jump-hour.html, 30.11.2015
[2] N.N.: Rolex Cellini – ein Italiener aus der Schweiz macht sich rar, http://www.watch.de/blog/rolex-cellini/, 30.11.2015

 

 

 Gruen Pan-American

1944  Gruen, Tell Steve you cashed your War Bond, new

Gruen-Anzeige mit der Aufforderung zur Zeichnung von Kriegsanleihen aus dem Jahr 1944

Die Uhren der Pan-American-Baureihe stellen insofern etwas besonderes dar, da sie eng mit den deutschen Wurzeln von Gruen verbunden sind.

Bereits während des ersten Weltkriegs hatte Gruen damit zu kämpfen, dass die Firma von Auswanderern aus Deutschland, dem Kriegsfeind, gegründet worden war und die Uhrwerke ausschließlich in Europa gefertigt wurden. Das selbe Problem stellte sich im zweiten Weltkrieg, als amerikanische Uhrenfirmen mit inländischer Produktion die Herstellung und den Verkauf von Uhren an Endkonsumenten einstellten und statt dessen Präzisionsinstrumente für das Militär herstellten. Von diesen lukrativen Aufträgen war Gruen zum größten Teil abgeschnitten, da die Produktion in der Schweiz für die Militärs nicht sicher genug war. Nur die Uhrenmontage auf dem Time Hill in Cincinnati wurde auf Kriegsproduktion umgerüstet. Dort wurden unter anderem medizinische Instrumente hergestellt, die man stolz in Werbeanzeigen der Öffentlichkeit präsentierte. Dennoch haftete Gruen der Makel an, dass man weiter Uhren produzierte, während andere amerikanische Uhrenfirmen wie z.B. Hamilton die komplette zivile Uhrenproduktion einstellte, um kriegswichtiges Material zu produzieren. Um nicht als Vaterlandsverräter gebrandmarkt zu werden, veröffentlichte Gruen während der Kriegsjahre verschiedene Anzeigen, in denen zur Zeichnung von Kriegsanleihen aufgerufen wurde („Buy a Gruen watch but buy a war bond first!“), oder in denen darauf hingewiesen wurde, dass die zivile Produktion vor der militärischen zurückzustecken hatte („Gruen continues to manufacture only such quantities of watches as will not interfere with our aid to our Government in the war program“). DIe Realität so aber so aus, dass die Uhrenproduktion in der Schweiz weiterlief, allerdings die Importe in die USA kriegsbedingt zurückgingen. Da die Produktion in Cincinnati auf andere Produkte umgestellt worden war, wurden während der Kriegsjahre teilweise wieder fertig montierte Uhren aus der Schweiz bezogen. Da der Einsatz von Uhrendeckeln aus rostfreiem Stahl (im Gruen-Jargon „Guildite“) limitiert war, wurden viele Gruen-Uhren der Kriegsjahre mit Silberdeckeln („Sterling“) ausgestattet.

1944, Gruen Pan American, The new watch that took a tip from the sun!, new

Anzeige für Gruen Pan American-Uhren von 1944

Neben den patriotischen Anzeigen wurde eine ausgeklügelte Marketing-Strategie entworfen, bei denen die amerikanische Fluggesellschaft Pan American World Airways (PanAm) eine zentrale Rolle einnahm: PanAm besaß in seiner Flotte zwölf Maschinen des Typs Boeing 314 („Clipper“), die als einzige in der damaligen Zeit den Transatlantikflug Nonstop erledigen konnten. Drei dieser Maschinen mussten im Rahmen des  Lend-Lease-Act der BOAC, dem Vorgänger der British Airways, übergeben werden. Die verbleibenden 9 Clipper wurden während des Zweiten Weltkrieges in den Kriegsdienst gestellt. Die Flugzeuge wurden verwendet, um Personal und Ausrüstung zu den europäischen und pazifischen Fronten zu transportieren. [1] Unter der Aufsicht des Militärs wurden die Maschinen von PanAm Piloten geflogen, da den Piloten der Airforce die Ausbildung an den Maschinen fehlte.[2] Hier bot sich für Gruen die Gelegenheit, sozusagen über die Hintertür die eigenen Uhren im Militäreinsatz zu platzieren, ohne direkt an das Militär zu liefern.

2015-03-10 10.32.16

Gruen Pan-American, Foto: Peter Schill

Zwischen 1943 und 1945 wurden die ersten Pan American-Uhren gefertigt, die ausschließlich an das Personal der Fluggesellschaft geliefert wurden und nicht frei verkäuflich waren. Gemeinsames Merkmal dieser Uhren war die runde Bauweise, ein zentraler Sekundenzeiger, ein innerer Ring auf dem Zifferblatt mit 24-Stundenanzeige, alles Merkmale, die damals für eine Armbanduhr unüblich waren. Bei diesen Uhren kam das zuverlässige Kaliber 420SS aus der VeriThin-Baureihe zum Einsatz. Die Angabe der Uhrzeit im 24-Stunden-Format, die bis heute im englischsprachigen Raum nicht gebräuchlich ist, war zu jener Zeit dem Militär und der Luftfahrt vorbehalten. Sie ermöglichte eine eindeutigere Zeitbestimmung über die Zeitzonen auf verschiedenen Kontinenten.

2015-03-10 10.38.25

Veri-Thin mit dem PanAm-typischen Uhrwerk 420SS; Foto: Peter Schill

 

Ungewöhnlich, aber für die Nachfrage nach diesen Uhren durchaus förderlich war die Tatsache, dass die Uhren in Publikumszeitschriften beworben wurden, obwohl sie im freien Handel nicht erhältlich waren. Erst nach dem Krieg ab 1945 gab es die Pan American von Gruen dann auch für den normalen Konsumenten. Die Nachfrage war dermaßen groß, dass diese Uhr noch viele Jahre in verschiedenen Modellvarianten angeboten wurde. Es gab Modelle in Guildite, vergoldet und Massivgold, weiterhin Modelle in Gelb-, Weiß- und Rotgold, Uhren mit abgesetzten Bandanstößen aus einem anderen Metall, Uhren mit runden und eckigem Zifferblatt und verschiedene Varianten bei der Farbgestaltung des Zifferblatts.[3]

 

Gruen Automatik-Uhren

Die ersten Automatik-Uhren, die sich selbst durch die Bewegung der Uhr aufziehen, gehen auf Abraham-Louis Perrelet (1777) und Abraham-Louis Breguet (1780) zurück. Der automatische Aufzug hatte allerdings bei Taschenuhren den Nachteil, dass die Uhr, die zumeist in der Westetasche getragen wurde, wenig bewegt wurde und sich daher kaum selbst aufzug. Erst rund 150 Jahre später wurde die Technik mit dem Siegeszug der Armbanduhren wieder aktuell.

Harwood Perpetual, Front

Harwood Perpetual. erste serienmäßge Automatikuhr der Welt, Foto: Peter Schill

Die erste Armband-Automatik-Uhr wurde 1923 von John Harwood zum Patent angemeldet und als „Harwood Perpetual“ von 1926 bis 1930 vom Uhrwerkhersteller A. Schild S.A. in Grenchen/Schweiz in Serie hergestellt. Die Uhr wurde durch die Uhrenhersteller Fortis und Blancpain (Vertrieb in Frankreich und Belgien) fertig montiert  und vermarktet. [4]

Diese Uhren waren mit einer zentrisch montierten Pendelschwungmasse ausgestattet, die sich im Winkel von 270 Grad huin- und herbewegte. Diese Automatik ist wegen ihren Pendelbewegung im Deutschen auch als Pendel- oder Hammerautomatik bekannt.

Harwood Perpetual, Back

Pendeluhrwerk der Harwood Perpetual, Foto: Peter Schill

Da der Stoss des Pendels beim Hin- und Herschwingen jeweils durch eine Spiralfeder gedämpft wird, wird die Automatik auf englisch als ‚Bumper‘ bezeichnet. Durch den relativ großen Pendel konnte die Uhr nur ca. einen Pendelausschlags von 130° to 140° nutzen, was ein Nachteil gegenüber der heute gängigen Rotorautomatik bedeutete. Die Uhr besaß auch nur eine Gangreserve von rund 12 Stunden, weshalb sie ständig bewegt werden musste. Der Aktiencrash an der Wall Steet und die darauf folgende Rezession setzten der jungen Firma stark zu, so dass sie bereits im Jahre 1930 Insolvenz anmelden musste.  In dieser Zeit wurden immerhin rund  32.000 Uhren hergestellt.[4]

Da Harwood durch die Insolvenz die Patente verlor und Rolex im Jahr 1931 ein neues Patent für eine Rotorautomatik anmeldete, versuchte Harwood im Anschluss mit einer neuen Firma und einem komplett anders konstruierten Automatik-Modell an die ursprünglichen Erfolge anzuknüpfen. Die Modelle mit dem Namen „Autorist“ wurden ebenfalls wieder von A.Schild und Fortis gebaut.[4]

Die „Autorist“ besaß ein rechteckiges Uhrwerk, das in einer rechteckige Uhr verbaut wurde und sich über einen Mechanismus am Bandanstoß automatisch aufzog. Das rechteckige Design traf den damaligen Zeitgeschmack.[5] Der komplizierte Mechanismus konnte sich aber gegen den patentierten Rotor von Rolex nicht durchsetzen. In der Folge gab es zwischen Harwood und Rolex einen Streit über die Uhrheberschaft der Erfindung des Automatikwerkes, den aber Harwood für sich entscheiden konnte.

Das Patent sicherte Rolex 20 Jahre lang, bis zum Auslaufen des Patents Anfang der 1950er Jahre einen technologischen Vorsprung, den die Firma geschickt nutzte und dem sie nicht zu letzt bis heute ihre Eigenständigkeit verdankt.

Felsa 690, Bydinator

Felsa 690, Bydinator, Erstes Automatikuhrwerk von 1942 mit beidseitig aufziehendem Rotor

In die Phalanx von Rolex konnte nur der im Schweizerischen Lengnau ansässige Uhrwerkhersteller Felsa einbrechen, der im Jahr 1942 einen sich ebenfalls um 360° drehenden aber in beide Richtung aufziehenden Rotor entwickelte und patentierte. Der  von Rolex patentierte Rotor, der 1931 erstmals in der „Rolex Oyster Perpetual“  eingesetzt wurde, rotierte nämlich nur in eine Richtung.[6] Der Bidynator 690 von Felsa, der von 1942-1956 gebaut wurde, war ein großer kommerzieller Erfolg und wurde in vielen bekannten und weniger bekannten Uhren wie beispielsweise Buttes, Breitling, Constantin Weisz, Delano, Enicar, Ernest Borel, Glycine, Hafis, Marc Nicolet, MuDu, Onsa, Paul Buhré, Prima Lux, Princeps, Rado, Suter und Wakmann verbaut. Uhrenfirmen, die ausschließlich eigene Uhrwerke einsetzten, wie zu dieser Zeit auch Gruen, mussten bis zum Auslaufen des Rolex-Patents warten, bis sie eigene Uhren mit einer Rotorautomatik auf den Markt bringen konnten.

Die Hammerautomatik wurde in der Zwischenzeit von den meisten bedeutenden Uhrenfirmen wie Glycine (1931, Glycine Automatic E.M.S.A.), Mido (1934, Mido Multifort Automatic, Kaliber 634),  Jaeger-LeCoultre (1946, JLC 476, Kaliber 476), Omega (1947, Omega Automatic, Kaliber 28.10 RA SC), Gruen (1948, Gruen Autowind, Kaliber 460) und Zenith, (1951, Zenith Automatic, Kaliber 133.8) eingesetzt. Selbst Rolex benutzte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Gründung seiner Zweitmarke Tudor, in der Tudor 951 Oyster Automatic eine Hammerautomatik mit der Kalibernummer 951, das auf dem Uhrwerk1250 von  A.Schild basierte. [7]

1948, Gruen Autowind, now a self-winding watch backed by a great name+

Erste Anzeige für die Gruen Autowind aus dem Jahr 1948

Gruen brachte seine erste Automatikuhr im Jahr 1948 auf den Markt. Die Uhr besaß eine Pendelautomatik mit dem Uhrwerk 460 und die Typnummer 611. Weitere Uhrwerke von Gruen mit Pendelautomatik trugen die Bezeichnung 460SS, 462, 462SS, 470 und 475. Alle diese Uhren hatten 17 Steine und waren hochwertig gefertigt. 1950 wurden mit den Uhrwerken 480 und 480SS erstmals Rotoren bei Gruen verwendet. 1952 endete dann endgültig die Ära der Hammerautomatik bei Gruen und fortan wurden nur noch Automatikuhren mit Rotor eingesetzt. Ab den 1960er Jahren wurden bei Gruen bereits die meisten Uhren mit Automatikwerken verkauft, die nach dem Verkauf der Produktion in Biel im Jahr 1972 dann auch von Fremdherstellern bezogen wurden.

Während die frühen Automatik-Uhren von Gruen stets die Bezeichnung „Autowind“ trugen, finden sich später auch die Bezeichnungen „Selfwinding“ und, speziell bei den zugekauften Uhren und Uhrwerken, die Bezeichnung „Automatic“.


[1] N.N.: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_314, 7.10.2015
[2] ‚Doerthe‘: Fliegeruhr Gruen Panamerican von 1943/45, Kal. Gruen 420SS, http://uhrforum.de/fliegeruhr-gruen-panamerican-von-1943-45-kal-gruen-420ss-t31436, 7.10.2015
[3] Schliesser, Paul: Gruen, The Art & Mystery of Watchmaking, 2001
[4] Leigh, Andrea, NAWCC: http://nawcc.pastperfectonline.com/webobject/DA3DF17A-ECE0-4FEB-9545-393990840080, 28.10.2015
[5] Harwood Watch Company Ltd.: http://www.harwood-watches.com/de/geschichte/index.html, 28.10.2015
[6] Brunner, Gisbert L.: „Wie funktioniert ein Automatikwerk?“, http://www.watchtime.net/nachrichten/wie-funktioniert-ein-automatikwerk/, 28.10.2015
[7] N.N.: http://mansfinelife.com/2013/12/07/watch-collectors-notebook-tudor-by-rolex/, 28.10.2015

 

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.